Die „Nicht-Mehr-Richtlinie“ 12.1 des Pressekodex

Nun hat sich auch der Presserat denen gebeugt, die am lautesten schreien: Bislang galt nach der Richtlinie 12.1 des Pressekodex, dass „[…]die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt […]“ wird, „[…] wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht“. Das wurde nun verschlimmbessert.

Ein Text von Sebastian Brennecke

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Trimediales Arbeiten ist oft Stress – So sieht die Realität aus

Gibt es den klassischen Journalisten noch? In vielen Verlagen und Rundfunkanstalten wird aus Redakteuren, Fotografen und Videoredakteuren heute eine bunte Mischung aus allem. Trimedialität nennt sich das, Kollegen sollen nach Möglichkeit alle Kanäle bedienten. Und klar, wer über einen Termin schreibt, kann doch auch fix noch ein Bild machen und ein kleines Video. Das Smartphone immer zur Hand, ist das heute leichter denn je. Doch wie sieht es mit der Vergütung für diese Extraarbeit aus?

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Blick über den Tellerand – wie Unternehmen und Medien in Schweden Hand in Hand arbeiten        

Das DJV-Thüringen-Vorstandsmitglied Ninette Pett war am Wochenende bei der Konferenz der jungen Unternehmer (EYE C7) in Schweden und hat sich umgehört, wie der Mittelstand auf Journalisten blickt.

Ein Text von Ninette Pett

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Wo der Hass regiert, braucht es gebündelte Kompetenz

Dass der Umgangston in den Kommentarspalten und sozialen Medien ein rauer ist, wissen wir nicht erst seit gestern. Beleidigungen, Verleumdungen und blinde Hetze finden hier den Raum und die Anonymität, die sie brauchen. Besonders Letztere macht es so schwer, Konter zu geben. Und wo das Ziel ein schwammiges Konstrukt aus Nebelschwaden ist, geht der Schuss leicht daneben, vor allem, wenn er in Eile und unbedacht gesetzt ist.

Ein Text von Mariana Friedrich

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VG Wort: Noch lange keine Entwarnung

Fast ein Jahr ist es her, dass der juristische Fachautor Martin Vogel vor dem BGH einen Prozess gegen die VG Wort gewonnen hat – mit der Folge, dass Verlagen keine pauschale Beteiligung an gesetzlichen Urhebervergütungen mehr zusteht. Mittlerweile ist der Rechtsstreit abgeschlossen, aber seine Folgen sind noch lange nicht ausgestanden. Ulf J. Froitzheim, Landesvorstandsmitglied des Bayerischen Journalisten-Verbandes und Mitglied im Verwaltungsrat der VG Wort, erklärt, wie es weitergeht und was alle Autoren jetzt über die Verwertungsgesellschaft wissen müssen.

Ein Text von Ulf J. Froitzheim

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Jeden Monat 20 Minuten – Die neue Bürgernähe im Freistaat

„Die machen doch eh, was sie wollen.“
„Die sitzen auf dem hohen Ross.“
„Die lügen.“

Das Ansehen der Politiker ist nicht das beste. Gerade die etablierten Parteien haben zu kämpfen, um Wähler überhaupt noch zu erreichen. Bürgernähe ist das Stichwort. Dabei bieten soziale Medien heute Möglichkeiten, die das einfacher denn je machen.

Demokratie ist Mitbestimmung, und die funktioniert nur, wenn wir uns auch für das interessieren, was die von uns Gewählten in unserem Namen tun. Projekte wie der Youtubekanal Jung & Naiv bieten einen tiefen Einblick in Bundes- und Weltpolitik und fordern von rhetorischen Kniffen freie Antworten.

Bürgerstunde auf Facebook

Nun wagt ein Thüringer Politiker einen Schritt auf die Bürger zu. Viele Volksvertreter in Thüringen sind längst auf Facebook & Co. aktiv, schreiben dort zum Teil sogar selbst und antworten auf Fragen. Doch Bürgerstunden finden nach wie vor oft nur vor Ort statt.

Doch gerade dafür bieten sich soziale Netzwerke an. Sie bieten eine Plattform, über die man von überall aus kommunizieren kann. Mike Mohring, der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Thüringer CDU, hat in dieser Woche zum ersten Mal zur Frage-Antwort-Runde auf Facebook eingeladen. Per Video-Livechat stellte sich der Politiker 20 Minuten lang den Fragen der Facebooknutzer zur aktuellen Politik im Freistaat.

Eine schöne Idee, die bereits einige Thüringer nutzten und die wir uns von mehr Politikern wünschen.

Auch der DJV Thüringen hat eine solche Sprechstunde der Vorsitzenden auf Facebook bereits ausprobiert, die nur mäßig genutzt wurde. Was haltet ihr von einer Videosprechstunde? Wir freuen uns über Kommentare.